Empfehlung

Ekz.Bibliotheksservice, 8. 6. 2020



Am 11. September 1973 puscht General Pinochet gegen den Präsidenten Salvador Allende. Seine demokratisch gewählte, sozialistische Regierung wird nach drei Jahren gestürzt und Allende nimmt sich im Präsidentenpalast das Leben. Tausende Chilenen werden verhaftet, verschleppt, gefoltert und ermordet. Das chilenische Autorenduo schildert die Ereignisse der drei Regierungsjahre Allendes bis zu diesem Putsch. Im Vordergrund der Handlung steht dabei der US-amerikanische Korrespondent John Nitsch, der auf Gegner und Anhänger Allendes trifft und sich im Lauf der politischen Konflikte auf Allendes Seite schlägt. Die Schwarz-Weiß-Zeichnungen orientieren sich vielfach an Fotos und anderem Bildmaterial aus dieser Zeit. Sie verleihen dem Plot somit neben der spannenden Darstellung einen überaus eindrucksvollen dokumentarischen Charakter. Am Ende fasst ein Anhang auf 18 Seiten den historischen Hintergrund zusammen und gibt nicht nur Informationen zum Geschehen, sondern erläutert auch den Kontext zu den zeichnerischen Umsetzungen der Bilder.



Rezensiert von: Carl Münzel