Empfehlung: Cartier-Bresson, Deutschland 1945

ekz.bibliotheksservice, 30. 3. 2020



Henri Cartier-Bresson (1908-2004) gilt als einer der herausragendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. 1945 kommt er nach Deutschland. Neben den heiteren Alltagsfotografien, die zumeist mit seinem Namen verbunden sind, entstehen hier auch Aufnahmen von der Befreiung des Konzentrationslagers in Dessau. Ein Bild wird zur Ikone: Eine Inhaftierte schlägt eine Frau, die sie an die Gestapo verraten hat. Der Comic erzählt, wie es zu dieser Fotoserie im KZ kam. Auch von Cartier-Bressons Erlebnissen als Soldat, seiner Zeit im deutschen Gefangenenlager, seinen Fluchtversuchen und der Zerstörungswut der deutschen Soldaten auf ihrem Rückzug berichten die schwarz-weißen von Cartier-Bressons Fotos inspirierten Comicbilder. Eine Auswahl seiner Werke ist im Anhang abgedruckt, ergänzt um einen Aufsatz über das Leben des Meisters des "entscheidenden Augenblicks" in dieser Zeit. Eine Graphic Novel, die schon Sekundarstufen II-Schüler ansprechen wird. Ansonsten gut einsetzbar zur Komplettierung des Katalogs "Henri Cartier-Bresson - Sein 20. Jahrhundert".



Rezensiert von: Reinhold Heckmann