Doppeltes Trauma

orf.at, 13. 12. 2019



Der Zeithistoriker Christian Dürr hat einen packenden Roman über eine nach wie vor aktuelle Frage geschrieben: Wie kommen wir als Individuen und Gesellschaften mit den Nachwirkungen des Totalitarismus zurecht? In der Geschichte des Protagonisten Manuel Gluckstein stellt sich diese Frage gleich doppelt. Seine Eltern haben als ungarische Juden das KZ Mauthausen überlebt, er selbst wird in den 1970er Jahren von den Schergen der argentinischen Militärdiktatur gefangen genommen und gefoltert. Ein spannendes Debüt über Trauma, Vergangenheitsbewältigung und Gerechtigkeit.



Rezensiert von: Florian Baranyi
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