Rojava (2. Auflage)von Doc Sportello
Aus dem Französischen von Doc Sportello - 2. Auflage
13 x 21 cm | Klappenbroschur
96 Seiten | € 7,80
ISBN 978-3-903022-14-0
Erschienen im August 2016
Doc Sportello

Rojava (2. Auflage)

Ist der Aufstand gekommen?



Der Krieg in Syrien hat dramatische Folgen, wie in den letzten Monaten an den österreichischen Grenzen in Nickelsdorf und Spielfeld beobachtbar wurde. Mit diesem Buch reisen wir zu einigen der Wurzeln dieses Konfliktes. In drei Artikeln wird die Geschichte des kurdischen Teils von Syrien analysiert, ein Landstrich der auf kurdisch „Süden“, Rojava heisst. Der erste Teil vom italienischen politischen Kollektiv Il Lato Cattivo behandelt die Entstehung des kurdischen Nationalismus von ca. 1920 bis heute. Dieser ist in den letzten 40 Jahren aufs engste mit der kurdischen Arbeiterpartei PKK verbunden, deren Entstehung und deren ideologischen Wendungen werden ebenfalls beleuchtet. Der zweite Teil ist ein Reisebericht einer französischen Aktivistin namens Becky. Sie reiste im Dezember 2014 nach Kobane und behandelt in ihrer Reportage die konkreten revolutionären Massnahmen, die während und nach der Belagerung von Kobane eingeleitet wurden. Diese von der PYD mit Unterstützung der PKK gewonnene Abwehrschlacht war gleichzeitig die erste Niederlage des Islamischen Staates und wurde in ihrer welthistorischen Bedeutung bereits mit der Pariser Kommune oder dem spanischen Bürgerkrieg 1936 verglichen. Der dritte Teil des Buches von Gilles Dauvé, dem französischen marxistischen Theoretiker der Kommunisierung, vergleicht den Anspruch und die politische Rethorik mit der Realität vor Ort. Die in der westliche Linken verbreiteten Mythen über Kobane und Rojava (etwa die bewaffnete Kämpferin) und die neue ideologische Annäherung der kurdischen Bewegung an den Demokratischen Konföderalismus des US-Amerikanischen Öko-Anarchisten Muray Bookchin werden auf deren realen emanzipatorischen Gehalt hin untersucht.



Rezension(en):

Sportello, Doc (Hg.): Rojava. Ist der Aufstand gekommen? - Wiener Jahrbuch für Kurdische Studien Nr. 4/2016